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Samstag, 30. September 2017

Tag 21. Jaci schreibt



Zimmer, in Phorze- die Nacht hat's geregnet 😜

Duschen auf nepali 




Loge in Phorze! 



Aufbruch von Machermo! Wir steigen langsam abwärts. Das Wetter ist wie gestern, teilweise bewölkt und nicht kalt. Wir genießen unsere Wanderung und sind Mittags in Dogle noch immer über 4000 Meter. Wir bestellen uns Tomatensuppe mit Nudeln. Und als wir das Essen in uns rein schaufeln fängt es draußen anzuregen. Also die Cap's übergeworfen und weiter ging's in Richtung "Phortse Tanga". Doch das mit dem Regen war wahrscheinlich nur ein Test. 😝 Wir waren maximal 15 Minuten unterwegs und konnten die Regenbekleidung wieder ausziehen. Wir sind noch zirka eine Stunde weiter abgestiegen bis zu unser Loge "Riverresort" in einer Höhe von 3600 Meter. Der kleine Garten der Loge ist hübsch angelegt. Er liegt in einem Talkessel direkt am Fluss. Unsere Doppelzimmer haben sogar eine Toilette. Zwar ohne Licht und Waschbecken. Aber besser als Nachts wieder durch kalte Gänge spazieren. Händewaschen wird hier wahrscheinlich überbewertet, es gibt nur ein schwarzes Fass vor dem Haus mit schönem kalten Wasser vom Bach. Also fällt waschen sowie wieder aus. Aber wir hatten ja gestern eine warme "Dusche". Wir wollen es mit der Körperhygiene mal nicht zu sehr übertreiben. Biene und ich haben uns auf den Weg in das etwas höher gelegenen Phorze gemacht. Während sich Peter zum Schlafen und Judith zum Lesen in die Schlafsäcke verzogen haben. Der Ort Phorze liegt auf einem Plato und besteht aus mindestens 30 Gebäuden und terrassenförmig angelegten, mit Steinmauern umsäumten Gärten. Ober halb des Dorfes konnten wir ein kleines Kloster erkennen. Also suchten wir uns den Weg durch das Dorf. Der gesamte Ort strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Einige Familien arbeiteten auf den Feldern. Wobei die Kinder mithalfen und wenn sie uns sahen sofort laut "Namaste"

riefen. Zum Glück hatte ich noch einige Luftballons in der Tasche. Darüber strahlten immer Ihre kleinen Gesichter. Von unten sah das Kloster geschlossen aus. Aber trotzdem mühten wir uns vorbei an vielen Yaks, bis ganz nach oben. Zum Glück, denn es war richtig toll dort oben. Nicht nur die herrliche Aussicht über den gesamten Ort, sondern auch das Kloster war durchaus einen Besuch wert. Ein Mönch lies uns freudig ein und wahrscheinlich staunte er ein wenig,  weil ich einige Götterfiguren sofort erkannt habe. Wir durften sogar einige Fotos machen und er lud uns zur morgigen "Putia" in das Kloster ein. Wir mussten traurig ablehnen, da wir ja weiter in Richtung "Kumjung" gehen werden. Schade, das wäre bestimmt toll gewesen. Wir haben noch viel schöne Fotos von der Umgebung und den Yaks dort oben gemacht und sind dann ganz allmählich wieder abwärts zu unserer Loge gegangen. Dann natürlich der selbe Ablauf wie immer: Abendessen (Dal Bhat), Schreiben und um 20:00 Uhr ins Bett 😝




Schokolade macht überall glücklich 


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Tag 20 - Weg nach Machermo

Sabine schreibt:
Heute morgen haben wir unseren Plan über den Haufen geschmissen.  Sehr schlechte Sicht und tief hängende Wolken mit möglichen Regen, hat uns die Änderung des Weges von Gokyo nach Machermo jedoch ein schönes Erlebnis gebracht. Vorbei an 3 wunderschönen klaren Gletscherseen, über eine Brücke,  sind wir nach 3 Stunden in Machermo eingetroffen.
Jaci hat gleich die bestaussehenste Lodge aufgesucht und nach 3 Zimmern, 2x Doppelzimmer und 1x 3-Bettzimmer gefragt.  Super, klappt ja bestens.  Aber sobald die Lodgebesitzer verstehen, dass das 3-Bettzimmer für die Portas und Guide sein sollen, wollten sie das Zimmer uns verweigern. Aber Jaci hat hartnäckig darauf bestanden, immerhin sagte sie, dass es unsere Freunde sind. Und WIR bezahlen die Zimmer. Dann war auch das geklärt und die Jungs haben sich gefreut, endlich mal nicht auswärts schlafen.
Und : nach 6 Tagen Katzenwäsche gab es Aussicht auf Hot-Shower❕
Das wollten wir auch gleich nutzen.
Jaci hat den Aussenanbau, gleich neben der Terrasse,  mit allen Utensilien bewaffnet gestürmt und dann nackig im Raum die Dusche gesucht. Jaci kam völlig entsetzt wieder heraus und lachte. Es war nirgendwo eine Wasserleitung geschweige denn ein Wasserhahn zu finden.
Duschen heißt hier: Nicht Wasser aus Wand, sondern 10 Liter Eimer mit warmen Wasser. Aber das war trotzdem der Knaller. Der Wassereimer hat für uns beide gereicht, sogar mit Haare waschen. Hier lernt man mit der Ressource wieder haushalten. 




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Frühstück

Yaks am Morgen

Baden auf 5000 Meter

Tag 19 Jaci schreibt

Heute war richtig aus schlafen angesagt: Um 7:30 Uhr gab es heute ein super leckeres Sandwich-Frühstück. Danach sind wir ganz in Ruhe in Richtung Gykio aufgebrochen. Das Wetter war wieder sehr schön zum gehen, Sonnenschein und leichter Wind. Bevor wir den großen Gletscher am Gykio gequert haben, lagen wir noch fast eine halbe Stunde in der Sonne. Zum Anfang war unsere kleine Gruppe ganz alleine an diesem herrlichen Ort. Wir lagen windgeschützt auf einer kurz geschorene Wiese. Um uns herum kleine Büsche die einen sehr eigenartigen süßlichen Duft versprühten. Sie sehen der Alpenrose sehr ähnlich. Aber diesen Geruch kenne ich nur von hier. 

Als es mit der Ruhe vorbei war, sind wir zum Gletscher abgestiegen. Eine riesige, graue Steinlandschaft wird nur ab und zu unterbrochen durch teilweise glasklare Gletscherseen. Natürlich konnten wir auch die riesigen Eisbrocken sehen, die durch die Sonne schmelzen und dabei laut krachend Unmengen von Steinen in die Seen fallen lassen. Das Schauspiel hat uns sehr fasziniert und wir sind immer wieder stehen geblieben um zu schauen. Nach einem ziemlich steilen Anstieg, über eine große Moräne raus aus dem Gletscher, hatten wir unser Ziel den kleinen Ort Gykio auf 4800 Meter schon erreicht. Auch hier hat sich in den 4 Jahren sehr viel verändert. Es sind mindestens 3 neue Logen/Resorts entstanden. Die meisten Gebäude waren noch nicht fertig, überall wurde noch gehämmert und gebaut. Wir sind in die gleiche Loge wie vor 4 Jahren abgestiegen. Für 100 Rupien (0,80 Cent) pro Doppelzimmer mit einem herrlichen Blick auf den Haussee, könnte man eigentlich nicht meckern. Aber nach 6 Tagen wenigstens eine Waschmöglichkeit wär echt schön. Nach dem Mittagessen sind wir zum See gegangen und haben die Füße rein gehalten. Somit waren die zumindest sauber. 👍😂 Nebenan das ziemlich neu aussehende Resort hat unsere Neugier geweckt und so sind wir einfach mal dort reinspaziert. Es sah alles so neu und gut durchdacht aus. Wir glaubten es wäre nicht unsere Preisklasse. Aber weit gefehlt 500 Rupien! Das bedeutet 4 € pro Doppelzimmer. Man haben wir uns geärgert. Zimmer mit Dusche und Toilette! Die anschließend Ortsbesichtigung war sehr übersichtlich, wir haben uns den einzigen kleinen Laden, mit allerhand Nützlichen oder auch Krimskrams angesehen. Nur ein Verkäufer lies sich nicht blicken. Wahrscheinlich hat er uns von weitem beobachten und richtig eingeschätzt, "die kaufen sowie nichts."Das zweite und damit auch letzte Highlight unserer Ortsbesichtigung war eine Bäckerei. Es roch verführerisch nach Kaffee und es gab mal wieder Kekse und Kuchen. Wir haben sehr lange dort gesessen und uns sehr nett mit anderen Wanderern aus Australien unterhalten. Ich hab immer gedacht wir sind schon hart, aber es geht hier durchaus härter! Nämlich schlafen im Zelt. Wir konnten es gar nicht fassen. Zum Abendessen waren wir wieder in unserer Loge. Jetzt ist es 19:00 Uhr, ich liege schon im Schlafsack und schreibe unsere Erlebnisse des Tages nieder. Die Augen werden immer müder bei dem Funzellicht! Ich denk das war's für heute! Gute Nacht! 


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