Translate
Samstag, 30. September 2017
Tag 19 Jaci schreibt
Heute war richtig aus schlafen angesagt: Um 7:30 Uhr gab es heute ein super leckeres Sandwich-Frühstück. Danach sind wir ganz in Ruhe in Richtung Gykio aufgebrochen. Das Wetter war wieder sehr schön zum gehen, Sonnenschein und leichter Wind. Bevor wir den großen Gletscher am Gykio gequert haben, lagen wir noch fast eine halbe Stunde in der Sonne. Zum Anfang war unsere kleine Gruppe ganz alleine an diesem herrlichen Ort. Wir lagen windgeschützt auf einer kurz geschorene Wiese. Um uns herum kleine Büsche die einen sehr eigenartigen süßlichen Duft versprühten. Sie sehen der Alpenrose sehr ähnlich. Aber diesen Geruch kenne ich nur von hier.
Als es mit der Ruhe vorbei war, sind wir zum Gletscher abgestiegen. Eine riesige, graue Steinlandschaft wird nur ab und zu unterbrochen durch teilweise glasklare Gletscherseen. Natürlich konnten wir auch die riesigen Eisbrocken sehen, die durch die Sonne schmelzen und dabei laut krachend Unmengen von Steinen in die Seen fallen lassen. Das Schauspiel hat uns sehr fasziniert und wir sind immer wieder stehen geblieben um zu schauen. Nach einem ziemlich steilen Anstieg, über eine große Moräne raus aus dem Gletscher, hatten wir unser Ziel den kleinen Ort Gykio auf 4800 Meter schon erreicht. Auch hier hat sich in den 4 Jahren sehr viel verändert. Es sind mindestens 3 neue Logen/Resorts entstanden. Die meisten Gebäude waren noch nicht fertig, überall wurde noch gehämmert und gebaut. Wir sind in die gleiche Loge wie vor 4 Jahren abgestiegen. Für 100 Rupien (0,80 Cent) pro Doppelzimmer mit einem herrlichen Blick auf den Haussee, könnte man eigentlich nicht meckern. Aber nach 6 Tagen wenigstens eine Waschmöglichkeit wär echt schön. Nach dem Mittagessen sind wir zum See gegangen und haben die Füße rein gehalten. Somit waren die zumindest sauber. 👍😂 Nebenan das ziemlich neu aussehende Resort hat unsere Neugier geweckt und so sind wir einfach mal dort reinspaziert. Es sah alles so neu und gut durchdacht aus. Wir glaubten es wäre nicht unsere Preisklasse. Aber weit gefehlt 500 Rupien! Das bedeutet 4 € pro Doppelzimmer. Man haben wir uns geärgert. Zimmer mit Dusche und Toilette! Die anschließend Ortsbesichtigung war sehr übersichtlich, wir haben uns den einzigen kleinen Laden, mit allerhand Nützlichen oder auch Krimskrams angesehen. Nur ein Verkäufer lies sich nicht blicken. Wahrscheinlich hat er uns von weitem beobachten und richtig eingeschätzt, "die kaufen sowie nichts."Das zweite und damit auch letzte Highlight unserer Ortsbesichtigung war eine Bäckerei. Es roch verführerisch nach Kaffee und es gab mal wieder Kekse und Kuchen. Wir haben sehr lange dort gesessen und uns sehr nett mit anderen Wanderern aus Australien unterhalten. Ich hab immer gedacht wir sind schon hart, aber es geht hier durchaus härter! Nämlich schlafen im Zelt. Wir konnten es gar nicht fassen. Zum Abendessen waren wir wieder in unserer Loge. Jetzt ist es 19:00 Uhr, ich liege schon im Schlafsack und schreibe unsere Erlebnisse des Tages nieder. Die Augen werden immer müder bei dem Funzellicht! Ich denk das war's für heute! Gute Nacht!
Von meinem iPhone gesendet
Freitag, 29. September 2017
Donnerstag, 28. September 2017
Tag 18 - Cholapass
Die Nacht war wieder sehr zeitig zu Ende. 😣
Am Abend zuvor haben wir noch ein Gespräch zwischen den Portas verfolgen können, - das es eine schwierige Passage auf dem Weg nach Thagnak gibt und eine Unterstützung aller Portas für die Gäste organisiert wird. 🙂
Bei Aufbruch waren keine Berge zu sehen. Die Wolken hangen in 4830 m Höhe fest. Aber nicht lange. Der erst leichte Anstieg gab nach und nach das ganze Bergpanorama frei. Wunderschön! Aber die Passüberquerung wurde noch richtig anstrengend. Zum Glück haben wir sehr aufmerksame Portas. Nabin nahm meinen Tagesrucksack ab und von da an ging es auch für mich leichter hinauf. Einatmen - Schritt, Ausatmen - Schritt...Schrittlänge maximal 35 cm.
Bei der Höhe eine Passüberquerung ist ein echter Kraftakt. Nach einer kurzen Erholungspause ging es weiter und die Gletscherüberquerung war ein weiteres Highlight. Nun am Ende war dann die "heikle Stelle" der Gletschetüberquerung zu bewältigen. Die Sonne scheint und das Eis am Gletscherrand war unglaublich rutschig. Aber die Unterstützung war von allen Seiten für uns da. Nochmals einige Minuten bergan und wir haben auf dem Cholapass eine atemberaubende Bergkulisse bestaunen können. Die Felsen waren von der Sonne so warm und wir haben eine ausgedehnte Pause gemacht. Die Vögel bettelten um ein paar Kekskrümmel und waren nicht sehr scheu.
Aber irgendwann war doch der Abstieg vom Pass aus 5300 m Höhe nach Thagnak auf 4.700 m Höhe angesagt. Der Tag heuer hat sich schon sehr gegenüber den vergangenen Tagen unterschieden. Es waren keine großen Trekkinggruppen unterwegs, eher kleine Gruppen und individuell Reisende. Sehr angenehm und kein Gegenverkehr und Stau. Wir waren schon am frühen Nachmittag am Ziel. Nach einem schönen Sonnenbad im Innenhof der Lodge und einer kleinen Zwischenmahlzeit mit MoMos, haben wir den Rest des Tages ganz relext verbracht. Das war wirklich mal nötig, nach den letzten anstrengenden Tagen...
Judith hatte sich ein Waschbecken gewünscht. Waschbecken war vorhanden, nur der Wasserhahn fehlte. 🙁
Auch Dusche hatte wieder noch nicht offen. 😅. Noch reichen unsere Feuchttücher...




