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Donnerstag, 26. September 2013
26. September Heutige Übernachtung in Dingboche auf 4400m. Wir waren um 12:00 Uhr hier. Wir haben hier so etwas wie ein Bungalow. Ich hab um beide Zimmer gebeten, somit haben wir heute viel Platz. Zwischen beiden Räumen ist eine Toilette, zwar nicht mit Wasserspülung, aber unsere Eigene! Vor unserer Aussentür ist sogar eine kleine Terrasse mit Tisch und Stuhl. Die Anlage so ist ganz nett gemacht. Ist aber alles noch im Bau. Ich hatte mal wieder Abenteuer "Duschen"! Da es heute wieder so schön warm ist, dachte ich ein wenig Körperpflege wäre nicht schlecht. "Hot Shower" steht ja dran! Und wie heiß! Man konnte es leider nicht kühler stellen. Nach 3min Kochwäsche würd ich sagen, ich war sauber und gar! Danach waren noch unsere Sachen dran. Die wiederum nur mit eiskaltem Wasser und Seife. Reicht aber auch fürs Erste, müffeln wir nicht ganz so. Heute wollen wir versuchen eine Internetverbindung zu bekommen. Wenn es hier nicht klappt, dann erst in ein paar Tagen.
25. September 20. Trekkingtag, 8:00 Uhr Frühstück,wenn wir aus dem Fenster schauen - regnet es und es ist kalt und ungemütlich. Deshalb haben wir kurz umdisponiert! Wir verkrümeln uns jetzt noch mal für 2 Stunden in unsere Schlafsäcke, schauen dann mal nach dem Wetter und ob wir Lust zum weitergehen haben. Und wir haben! Es regnet fast gar nicht mehr. wir brauchen noch nicht einmal die Jacken beim gehen. Der Weg heute ist wir das Leben selbst, ein ständiges Auf und Ab! Wir sind heute in einer ganz guten Loge in Pangboche untergebracht. An den Wänden sind überall Bilder und Sprüche vom Dalai Lama. Der Vater der Logenbesitzerin, selbst ein Lama war am Nachmittag zu Gast und sein Schwiegersohn hat mir ein Buch gezeigt und geschenkt was er selber geschrieben hat und dem Dalai Lama im Juni in Indien selber überbracht hat. Stolz hat er uns das schön gerahmte Bild mit ihm präsentiert. Zugegeben ich war schon sehr beeindruckt und auch ein wenig neidisch auf den jungen Mann, der schon mal ein Treffen mit dem Dalai Lama hatte. In der Loge selbst ist am Abend richtig Trubel. Außer uns sind hier noch ein Pärchen aus China, Mutter mit Sohn aus Wien und noch einige andere Touristen. Nach dem Abendessen wird dann UNO gespielt. Das letzte Spiel wird ein Match, Germany, Austria, Nepal gegen China. 8 Spieler und der Sieg ging an China, dann Nepal, gefolgt von 2x Germany, China, 2x Austria und zum Schluß Nepal. Es war soooo lustig. Nur sind wir hier immer alle ziemlich müde. Sonst hätten wir bestimmt die Nacht durchgespielt.
24.September Heute ist nicht viel aufregendes passiert. Sind heute von Machhermo nach Phorze gelaufen. Ich schätze reine Gehzeit waren heute 6 Stunden. War ein ziemlich langer Weg und viel bergab. Uns haben ganz schön die Füße gebrannt. Nachdem wir den halben Ort durch gekämmt haben, sind hier in einer ziemlich neuen Loge gelandet. Auch hier lohnt sich zu vergleichen. Wir sind die einzigen Gäste (mind. 12 Zi.) und wir haben von unserem Zimmer einen großartigen Blick über den gesamten Ort. Hier gibt es sogar eine heiße Dusche und die Toilette am Ende des Flurs hat eine richtige Wasserspülung. Alles so schön neu, nur schade das nicht einmal der Bauschmutz entfernt wurde. Sonst ist diese Loge ein richtiges Schmuckstück oder kann noch eines werden.
23. September 11:00 Uhr und wir liegen mal wieder gemütlich in unseren Schlafsäcken! Ja, mal wieder- nicht noch! Das haben wir uns längst verdient. Sind heute früh im Dunkeln, so gegen 5:00 Uhr zum Gokio Ri 5360m aufgebrochen. War irgendwie ganz mystisch. Vor uns schon einige sich auf und ab bewegende Lämpchen! Wir haben nie zuvor einen Berg im Dunklen bestiegen. Immer einen Schritt vor den Anderen und atmen. An etwas anderes kann man irgendwie nicht denken. Als die Sonne aufging hatten wir schon gut die Hälfte geschafft. Ein tolles Gefühl dort oben zustehen und zu sehen wie die Schneeriesen anfangen in der Sonne zu glänzen. Der Mt. Everest hat sich auch mal kurz gezeigt, bevor er hinter den Wolken verschwunden ist. 2:15min haben wir wohl für den Aufstieg gebraucht. Fantastischer Rundblick aus über 5000m! Und wir happy dort oben! Fotos, Fotos... Eine Kleinigkeit essen und dann ging's wieder runter! Beim Abstieg konnten wir gar nicht glauben das wir das alles raufgelaufen sind. Der Abstieg nahm kein Ende, unser Hunger dafür zu! Um 9:00 Uhr lecker Frühstück in der Sonne am See! Danach hat sich Jaci noch eine warme Dusche gegönnt und nu liegen wir hier. Eben kam der Hubschrauber und hat den Verletzten geholt. Konnten wir super vom Bett aus beobachten. Wir haben hier nämlich einen fantastischen Ausblick! Um 12:00 Uhr geht's Suppe essen und danach laufen wir ca. 3 Stunden zurück nach Machhermo. Dort werden wir die Nacht verbringen, 400 Höhenmeter tiefer. Wir können dann wieder besser schlafen. 15:00 Uhr wir sind schon wieder in Machhermo. Für die Strecke haben wir nur 2 Stunden gebraucht. Da es ein wenig bedeckt war und wir mächtigen Kohldampf, dachten wir es ist schon 17:00 Uhr oder später! Man haben wir uns erschrocken, was sollen wir den Rest des Tages noch machen. Hier stehen vielleicht 15 Häuser, da sind wir mit einer Ortsbesichtigung in 10min durch. Und schon wieder schlafen? Wir haben in der für die Nacht schon 9-10 Stunden. Also gut das ich hier ein wenig schreiben kann. Wir sitzen am heißen Ofen. Die Chefin hat hier mit Yakmist kräftig eingeheizt. Hier wird die "Yakscheiße" eingesammelt, zu Kugeln geformt, platt gedrückt, getrocknet um dann damit zu heizen. Riecht nicht und ist hier überall kostenlos zu haben. So und dann hier noch ein Tip für all die, die auch vor haben in Nepal eine Trekkingtour zu machen. Man sollte sich unbedingt einen einheimischen Begleiter, ob nun Guide oder Träger mit auf die Tour nehmen. Das bringt extrem viele Vorteile und schafft Arbeitsplätze. Sie fühlen sich für ihr Kunden total verantwortlich. Wenn man Hunger oder Durst hat, sagt man dem Guide Bescheid. In jeder Loge gibt es so eine Art Notizbuch. Da wird alles was man isst und trinkt vom Begleiter eingetragen. Er holt auch alles aus der Küche, also ist er auch noch der Kellner. Er verhandelt für und die Preise in den Unterkünften und bei der Endabrechnung schaut er das alles korrekt abgerechnet wird. Er sieht nach dem MHD auf alles was wir kaufen. Und er achtet darauf das wir nichts vergessen! Wenn wir am Nachmittag ein wenig schlafen und es fängt zu regnen an, werden unsere Sachen von der Leine geholt. Wenn unser Stiefel zum lüften vor die Loge in die Sonne stellen, stehen sie wie von Zauberhand, bevor wir schlafen gehen vor unserem Raum. Diese Umsichtigkeit und Freundlichkeit dieser Menschen ist einfach unglaublich. Und sie ist ehrlich, dabei rede ich nicht nur von unserem Guide, hier sind alle so!
22. September So, jetzt kommt die Stunde der Wahrheit wir werden heute auf 4800m gehen und dort oben in Gokio übernachten. 4 Stunden Gehzeit ist veranschlagt. Um 8:00 Uhr sind wir gestartet und jetzt um 12:10 Uhr sitzen wir schon wieder in unserer Loge und warten auf unsere super Galexsuppe (Knoblauch/Zwiebel) ! Schmeckt scheußlich hilft aber Kopfschmerzen zu vermeiden. Wir haben die Strecke auch super gemeistert. War auch nicht so anstrengend wie wir eigentlich dachten. Bergauf okay, ist ja hier immer hart! Davon hatten wir glücklicherweise heute nicht so viel. Dafür aber morgen 500 Höhenmeter und das tolle wir können von unserem Platz aus schon jetzt sehen wie steil es morgen rauf geht. Ach und Peter sagt ich soll doch unbedingt mal schreiben, dass ich hier immer um jedes Gramm in meinem Rucksack falsche und ein "Weichei" bin. Ganz ehrlich, Peter ist echt gut drauf, besser als ich manchmal! Jetzt ist es 17:30 Uhr, wir haben in der Zwischenzeit schon ein kleines Nickerchen gemacht und waren nach dem Kaffee trinken ein paar Höhenmeter über uns zu einem fantastischen Aussichtspunkt. Von dort oben konnte man, so weit das Auge reicht, über einen gigantischen Gletscher sehen. Wir haben uns dort oben einige Minuten hingesetzt und den Steinschlägen zugehört. War so schön dort oben und gewaltig. Wie klein wir doch sind... Dann hier noch News aus Gokyo, heute hat sich hier ein Tourist aus Pakistan auf dem Weg zu einem Pass ein Bein gebrochen. Er wird morgen, wenn das Wetter klar ist mit dem Hubschrauber abgeholt. Wir werden dann bestimmt schon unterwegs sein und den Einsatz von oben beobachten können. Morgen werden wir um 4:30 Uhr aufstehen und ohne Frühstück um 5:00 Uhr starten. Das haben wir uns nicht ausgedacht - wir wären nie auf so eine Idiotische Idee gekommen. Das machen Alle hier so!
21. September Heute hatten wir Ruhetag! Was man so Ruhe nennt. Wir sind um 7:00 Uhr zum Frühstück angetreten und haben heute mal Reispudding probiert. Mit Zimt häts wahrscheinlich richtig gut geschmeckt. Danach sind wir auf den kleinen Hügel (ca. 4800m) über uns geschlichen! Wirklich geschlichen! Man fühlt sich manchmal hier wie so ein Mondmännchen! Zurück in der Loge gab es natürlich erst einmal Dhal Baat. Peter liebt dazu frisch gehackte Chilischoten. Mir ist das ja viel zu scharf! Nach dem Essen waren wir ziemlich müde und mein genialer Schatz reibt sich mit seinen Chilihänden die Augen. Ihr könnt euch nicht vorstellen was wir für eine Aktion hier ausgelöst haben. Peter konnte nichts mehr sehen und hatte große Schmerzen! Den Blinden haben wir dann in die Dusche gestellt und versucht mit Wasser die Augen auszuspülen. Hat aber nicht viel gebracht. Wir haben ihn dann ins Bett verfrachtet, nasse kalte Taschentücher auf die Augen und nach 2 Stunden Schlaf war alles vergessen. Abends war dann wieder lustig UNO spielen angesagt.
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